Datenbank der im Sklavenhandel involvierten Schweizer



Bern (Staat)


Von 1719-1734 besass der Staat Bern Aktien der britischen „South Sea Company“, welche Sklaven in die spanischen Kolonien verkaufte. In diesem Zeitraum verschiffte die „South Sea Company“ rund 20'000 Sklaven von Afrika nach Amerika, wovon etwa 2'000 auf der Überfahrt starben. Dieses Engagement von Bern war durch die Berner Banken „Malacrida“ und ihre Londoner Zweigstelle „Müller & Cie.“ vermittelt worden. 1723 war der mächtigste Staat der alten Eidgenossenschaft der mit Abstand grösste Aktionär dieser Gesellschaft, noch vor der „Bank of England“ und König George I.!


Zeitraum: 18. Jahrhundert

Woher: Bern BE | Bern (BE)

Wo und wie tätig: Bern BE, Schweiz, Bank- und Kreditgeschäfte

Als was tätig: Aktionär im Dreieckshandel

Quellen:
David Thomas / Etemad Bouda / Schaufelbuehl Janick Marina, Schwarze Geschäfte. Die Beteiligung von Schweizern an Sklaverei und Sklavenhandel im 18. und 19. Jahrhundert, Zürich 2005, S. 30.

Fässler Hans, Reise in Schwarz-Weiss. Schweizer Ortstermine in Sachen Sklaverei, Zürich 2005, S. 174-176.


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