Datenbank der im Sklavenhandel involvierten Schweizer



Laubscher Nikolaus


Nikolaus Laubscher kaufte Land im Table Valley und bekam 1676 vom Regierenden Rat der „Niederländischen Ostindien-Kompanie“ einen Sklaven zugesprochen. Er vermehrte sein Vermögen durch landwirtschaftliche Arbeit und besass immer mehr Vieh und Sklaven aus Madagaskar und Moçambique. Einer der Sklaven, genannt „David von Malabar“ belästigte angeblich seine Frau. Er wurde zur Strafe ausgepeitscht und in Ketten gelegt. Später floh eine Gruppe Sklaven unter seiner Führung. Sie wurden eingefangen und David wurde zum Tod durch Rädern verurteilt. Kurz vor seinem Tod 1719 besass Laubscher bereits 26 Sklaven, 2 Sklavinnen und 4 Sklavenkinder. Seine Söhne wurden ebenfalls wohlhabende Farmer am Kap.


Zeitraum: 1651 - 1721

Woher: Fräschels FR | Übrige Schweiz

Wo und wie tätig: Kap der Guten Hoffnung (Südafrika), Afrika, Sklavenhalter

Als was tätig: Plantagenbesitzer, Sklavenhalter

Quellen:
Fässler Hans, Reise in Schwarz-Weiss. Schweizer Ortstermine in Sachen Sklaverei, Zürich 2005, S. 162-163.

Linder Adolphe, The Swiss at the Cape of Good Hope, 1652-1971, Basler Afrika Bibliographien, Basel 1997, S. 64-69.


Zurück zur Übersicht