Datenbank der im Sklavenhandel involvierten Schweizer



May Gabriel von


Gabriel von May ging 1819 nach Brasilien, wo er im Staat Bahia Tabak- und Kaffeeplantagen erwarb. Dann wurde er Geschäftspartner von Auguste-Fréderic de Meurons Tabakfabrik. 1851 starb dieser und May vollstreckte in Brasilien dessen Testament. Darin wurde die Freilassung der Sklaven Verissimo und Roccardo de Bahia verfügt, die übrigen Sklaven sollten „bei der Liquidation der Unternehmen nach Massgabe ihrer Mittel und ihrer Verdienste freigelassen werden“. Um 1855 beschäftigte die Fabrik bei Rio de Janeiro immer noch 18 Sklaven und nur sechs bezahlte Angestellte. Diese Fabrik wurde 1911 liquidiert. Gabriel von May erwarb in Brasilien ein grosses Vermögen und bekam den Beinamen „der Brasilianer“. Zurück in der Schweiz stiftete er der Allgemeinheit das Spital Montmirail.


Zeitraum: 1791 - 1870

Woher: Bern BE | Bern (BE)

Wo und wie tätig: Bahia, Rio de Janeiro (Brasilien), Brasilien, Sklavenhalter

Als was tätig: Plantagenbesitzer, Sklavenhalter, Tabakfabrikbesitzer

Quellen:
Fässler Hans, Reise in Schwarz-Weiss. Schweizer Ortstermine in Sachen Sklaverei, Zürich 2005, S. 200-203, S. 253.


Zurück zur Übersicht