Datenbank der im Sklavenhandel involvierten Schweizer



Gorgerat Frères & Cie. (Firma)


Pierre Gorgerat (1726-1768) profitierte 1759 von der Aufhebung des Produktionsverbotes der Indiennes in Frankreich. Der Holzgraveur für Indiennes liess sich in Nantes nieder und eröffnete dort 1760 gemeinsam mit François Landry eine Indiennes-Manufaktur unter dem Namen „Gorgerat & Landry“. Die Manufaktur erwies sich als erfolgreich, so dass Pierre 1766 vier seiner Brüder aus der Schweiz holte und gemeinsam die Fabrik „Gorgerat Frères & Cie.“ gründete. Das Familienunternehmen bestand neben Pierre aus Moïse (1735-1783), Claude (1727-1747), Jean Fréderic (1738-?) und François (1742-1823). Jährlich wurden durchschnittlich 15’000 Stoffe produziert. Nach dem Tod von Pierre Gorgerat wurde die Manufaktur von der Familie weitergeführt. Die Familie verband sich mit den anderen Familien der aus Neuenburg stammenden Indienneproduzenten. So heiratete François Gorgerat’s Tochter Cécile Gorgerat (1782-1819) beispielsweise Pierre David Favre von der Manufaktur „Favre Petitpierre & cie.“. Die Firma „Gorgerat Frères & Cie.“ existierte bis 1815.


Zeitraum: 1766 - 1815

Woher: Boudry NE | Neuchâtel (NE)

Wo und wie tätig: Nantes (Frankreich), Frankreich, Indienneure

Als was tätig: Indienneur

Quellen:
David Thomas / Etemad Bouda / Schaufelbuehl Janick Marina, Schwarze Geschäfte. Die Beteiligung von Schweizern an Sklaverei und Sklavenhandel im 18. und 19. Jahrhundert, Zürich 2005, S. 24-25.

Denzel Markus A. (Hg.), Der Preiskurant des Handelshauses Pelloutier & Cie. aus Nantes (1763-1793), Stuttgart 1997, S. 25.


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