Liste der im Sklavenhandel involvierten Schweizer

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   Bidermann Jacques
   1751 - 1817
   Winterthur ZH
   Zürich (ZH)
   Paris, Genf, Bordeaux, Brüssel, Marseille
   Financier, Händler
   Frankreich
   Bank- und Kreditgeschäfte
Handel
   Jacques Bidermann arbeitete ab 1762 im Genfer Baumwollhaus seines Onkels Jakob, ab 1781 war er an der international tätigen Handelsfirma „Senn, Bidermann & Cie.“ beteiligt. Er verlegte seine Tätigkeiten nach Brüssel und später nach Paris, wo er 1789 unter Beteiligung der Handelsfirma seines Vaters und seines Bruders, der „Jacob & Andreas Bidermann & Cie.“, die im Baumwoll-Überseehandel tätige „Société maritime“ gründete. Diese Gesellschaft machte 1794 bankrott, nach dem Verlust von 13 Schiffen. Bidermann wurde zum Leiter eines Konzerns, der sieben Firmen mit Sitzen in Genf, Paris, Bordeaux, Wesserlingen, Ostende, Kalkutta und Pondichéry umfasste und rief eine „Schweizerisch-Ostindische Kompanie“ ins Leben. Seine Spekulationen ruinierten ihn finanziell. Dennoch konnte er 1814 seinem Sohn James Anton ein Grundstück in Kentucky vererben, welches von einer Genfer Finanzfirma in Philadelphia verwaltet wurde.
   Delobette Edouard, Ces Messieurs du Havre. Negociants, commissionnaires et armateurs de 1680 a 1830, Doctorat de l’Université de Caen, Caen 2005, S. 1369-1370.
   Fässler Hans, Reise in Schwarz-Weiss. Schweizer Ortstermine in Sachen Sklaverei, Zürich 2005, S. 267-268.
   Peyer Hans Conrad, Zürich und Übersee um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, in: Aubin, Hermann u. a. (Hg.), Beiträge zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Wiesbaden 1965, S. 209-210.
   
   
   


 





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