Liste der im Sklavenhandel involvierten Schweizer

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   Petitpierre & Cie. (Firma): Peti
   1770-1797
   Couvet NE
   Neuchâtel (NE)
   Nantes (Frankreich)
   Händler, Indienneure
   Frankreich
   Handel
Indienneure
   Ferdinand Petitpierre (1746-1804) wanderte 1770 nach Nantes aus und holte seine Brüder nach. Gemeinsam gründeten sie die Textilfabrik „Petitpierre & Cie.“, welche später in „Petitpierre Frères“ umbenannt wurde. Die Fabrik wurde zur bedeutendsten der Region und beschäftigte bis zu 1’500 Arbeiter, die jährlich 26’000 Stoffe produzierten. Dies machte damals ein Viertel der gesamten Produktion in Nantes aus. Der grosse Erfolg beruhte einerseits auf der Einführung neuer Techniken wie den Kupferdruck durch den Genfer Pierre-Joseph Maader, welcher das Verfahren vereinfachte. Andererseits verfügte die Firma durch die Lieferung an Sklavenschiffen für den Tauschhandel über einen grossen Absatzmarkt. Als sich Ferdinand Petitpierre 1797 aus dem Geschäft zurückzog, übergab er die Leitung an seine Neffen Louis und Pierre david Favre, wodurch die Firma in „Favre Petitpierre“ umbenannt wurde. (siehe Datensatz Favre Petitpierre)
   David Thomas / Etemad Bouda / Schaufelbuehl Janick Marina, Schwarze Geschäfte. Die Beteiligung von Schweizern an Sklaverei und Sklavenhandel im 18. und 19. Jahrhundert, Zürich 2005, S. 24-25.
   Gilles Forster. Neuchâtel, l’esclavage et la traite négrière: entre mémoire refoulée et histoire occultée. In: Donatella Bernardi & Noémie Etienne (Hgs.) Eternal Tour 2009. Neuchâtel 2009, S.68.
   Pétré-Grenouilleau Olivier. Nantes. Nantes 2003, S.88
   
   


 





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