Liste der im Sklavenhandel involvierten Schweizer

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   Thellusson & Cie.: Thellusson Isaac
   1690 - 1755
   Schweiz
   Übrige Schweiz
   Paris (Frankreich)
   Bank- und Kreditgeschäfte
   Frankreich
   Bank- und Kreditgeschäfte
   Die hugenottische Familie Thellusson stammte ursprünglich aus Saint-Saphorin-le Chatel, liess sich aber in Genf nieder. Isaac Thelluson verliess die Stadt 1704 und reiste über Holland nach England. In London trat er in die Bank „Tourton & Guiguer“ ein, die zur Hälfte seinem Onkel Louis Guiguer gehörte. 1707 ging er nach Paris, wo er in der französischen Zweigstelle bon „Tourton & Guiger“ arbeitete. 1715 übernahm er die Geschäftsleitung der in „Thellusson & Cie.“ umbenannten Bank. Obwohl er meistens in Paris war, kaufte er sich in Genf das Haus Tronchin, welches an das Hôtel de Ville angrenzte. Seine Verbindungen zu Genf waren bedeutend, so dass er in Paris die Interesse vieler Genfer Kunden vertrat und 1730 auch zum Ministre de la République au près de Sa Majésté ernannt wurde.
Isaac Thellusson hatte Aktien bei verschiedenen Unternehmen, die im Sklavenhandel aktiv waren. So beispielsweise bei der Compagnie d’Occident, welche mindestens zwei Expeditionen machte, der Compagnie des Indes, welche zwischen 1718 und 1749 mehr als 43’000 Sklaven nach Amerika verschifften und der South Sea Compagny, verantwortlich für die Verschleppung von rund 40’000 Sklaven.
Des weiteren hatte Thellusson enge geschäftliche Beziehung zum Ausrüsterer Gabriel Michel in Nantes, welcher im Sklavenhandel aktiv war. Hauptbestand ihres Geschäfts war der Handel mit Getreide. In wiefern Thellusson in die Sklavengeschäfte von Michel involviert war, ist ungewiss.
   Fässler Hans, Reise in Schwarz-Weiss. Schweizer Ortstermine in Sachen Sklaverei, Zürich 2005, S. 81-83.
   Moser- Léchot Daniel V, Schweizer Banken und der „Black Holocaust“, In: Schweizerische Lehrerinnen- und Lehrerzeitung, 11/1997, S.14-16
   Lüthy Herbert. La Banque Protestante en France. Vol. I. Zürich 2005.
   Gabriel Girod de l’Ain, Les Thellusson: Histoire d’une famille. Neuilly-Sur-Seine 1977, S.53
   
   www.slavevoyages.org


 





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