Liste der im Sklavenhandel involvierten Schweizer

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   Jean Tourton
   1642
   Genf
   Genf (GE)
   Amsterdam
   Plantagenbesitzer, Bankier
   Übriges Europa
   Bank- und Kreditgeschäfte
Sklavenhalter
   Die Hugenotten Familie Tourton stammte ursprünglich aus Lyon. 1663 schickte sein Vater Jean nach Hollande in die Lehre und später für eine Weiterbildung zu seinem Onkel Léonard Guiguer. 1670 kehrte er nach Holland zurück und liess sich definitiv in Amsterdam nieder. Tourton besass gemeinsam mit dem Genfer François Fatio eine Plantage in Surinam, mit Mühlen, Sklaven und Treibhäuser. 1698 rekrutierte Fatio einen Apotheker, zwei Chirurgen und Schreiner für die Plantage und schickte diese zu Tourton nach Amsterdam für weitere Instruktionen. Die Plantage selbst wurde vor Ort von einem gewissen Herrn Sartori verwaltet.
Ebenso besass er die Kaffeeplantage Tourtonne, nach welcher heute ein Stadtteil von Paramaribo, der Hauptstadt Surinams benannt ist. Sein Neffe Jean Andre Tourton führte die Plantage.
Jean Tourton hatte weitreichende Beziehungen zu Surinam. So hatte er engen Kontakt zur Sociëteit van Surinam. Diese Gesellschaft wurde 1683 gegründet und gehörte je zu einem Drittel der Stadt Amsterdam, der West Indian Compagny und der Familie Aerssen of Sommelsdijck. Sie galt als rechtmässigen Besitzer von Surinam und teilte sich die Kosten und Gewinne der Kolonie. Einen Grossteil der Gewinne wurden im Sklavenhandel erzielt.
    Herbert Lüthy, La Banque Protestante en France. Zürich 2005.
   http://www.amsterdamtourism.net/society_of_suriname.html
   
   
   


 





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